Archiv der Kategorie: Namibia

Namibia – Rostock Ritz & Sesriem

Nach kurzer Pause in Solitaire ging es weiter in nördlicher Fahrt zur Rostock Ritz Desert Lodge. Genau gesagt zur Rostock Ritz Farm Süd, an deren bemerkenswerter Pforte ich bereits auf dem Weg von Spitzkoppe zur Namib vorbei fuhr. Auf der Farm angekommen wurde ich herzlichst in der Lodge begrüßt, welche als phantastische und nach meinen Eindrücken der Umgebung als luxuriöse Oase zu bezeichnen ist. An dieser Stelle nochmals einen großen Dank an alle unsichtbaren und sichtbaren Geister und speziell an Lara und Walter.

Wie so oft auf der Reise blieb wenig Zeit zum Verweilen als auch für die Fotografie. Ein morgendlicher Ausflug mit dem 4-Wheel Richtung Ubib Canyon war landschaftlich sehr imposant, leider konnte ich die erhofften Zebra-Herden nicht sichten. Bedenkt man die Größe der Farm mit 12.000 Hektar / 120 km², verwundert dies nicht wirklich. Zum Ende der Trockenzeit war die umgebende Landschaft sehr karg, allerdings nicht so öde wie im hohen Norden Namibias. Wie so oft lag auch hier ein besonderer Charme in Details, die das Auge erst ergründen musste (dazu auch mein Lesetipp am Ende dieses Artikels).

Nach einer Übernachtung auf der Rostock Ritz Farm ging die Fahrt dann weiter nach Sesriem, um tags darauf nochmals ins Sossusvlei einzufahren. Am Abend wurde der Sternenhimmel über Sesriem beobachtet, wieder bei fast vollem Mond.

Nach meiner Rückkehr nach Deutschland las ich das Buch „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“ von Henno Martin, welches vom (Über)-Leben in der Namib handelt und sich etwas weiter nördlich der Rostock Ritz Farm in den frühen 1940ern zutrug (jenseits des für die Farm namensgebenden Rotstockberges). Die von Henno Martin niedergeschriebenen Erfahrungen und Erlebnisse vom Leben in der Wüste habe ich mit immer größerer Spannung förmlich verschlungen, da sie mein Verständnis, meinen Horizont zu Namibia – wenn auch Rückblickend – wesentlich erweitert haben.

Namibia – Solitaire

Von Sossusvlei aus ging es nochmals nach Norden in die Khomas Region. Quasi am Wegesrand der C14 liegt Solitaire, eine Siedlung mit Tankstelle, Werkstatt, Tante Emma Laden und vor allem einer Bäckerei mitten in der Ödnis. Fotografisches Schmankerl in Solitaire sind mehrere abgewrackte Vehikel, die vor der Siedlung in der Wüste stehen.

Nambia – Dünenlandschaft Sossusvlei & Dead Vlei

Das Tsondab Valley hinter mir lassend fuhr ich weiter in südlicher Richtung nach Sesriem, um von dort zum im Namib Naukluft National Park liegenden Sossusvlei zu gelangen. Selbst rückblickend ist die Dünenlandschaft dort für mich das Beeindruckendste, was ich auf der gesamten Reise erlebt habe.

Zum Glück sah die weitere Reiseplanung vor, dass ich nach einem kleinen Zwischenstop ein weiteres Mal hier her kommen sollte, weitere Bilder zum Dead Vlei folgen also noch.

Namibia – Spitzkoppe & Namib

Nach der Übernachtung im Spitzkoppe Community Tourist Camp ging ich am Morgen zum Rock Arch, einem beeindruckendem Felsbogen. Von dort aus beobachtete ich den Sonnenaufgang, anschließend erkundete ich das umliegende Gelände. Von den umliegenden Felsformationen bieten sich einige schöne Ausblicke über weite Teile der umliegenden Landschaft.

Am Vormittag setzte ich die Reise in Richtung Namib Naukluft National Park über Swakopmund und Walvisbay fort.

Namibia 2013 – Twyfelfontein & Spitzkoppe

In Twyfelfontein angekommen ging es mit einem Guide zum Lion’s mouth, einer Felsformation, die ansatzweise dem aufgerissenen Maul eines Löwen gleicht. Von den vielen Felsmalereien und Felsgravierungen sah ich auf dem Rückweg nur den Tanzenden Kudu. Wie so oft war die verfügbare Zeit zu knapp bemessen und auch die Mittagshitze bereits zu stark, um dort entspannt länger zu verweilen. Am späten nachmittag war ich dann am Spitzkoppe Community Tourist Camp um dort das Nachtlager aufzuschlagen und die Abendstimmung zu genießen.

Namibia 2013 – Mowani Mountain Lodge

Die Palmwag Region lag hinter mir, als nächstes Ziel folgte die Region um Twyfelfontein. Unterkunft fand ich auf der Campsite der Mowani Mountain Lodge, welche zu den schönsten Campinganlagen für mich zählt, die ich während der Tour genutzt habe. Die Stellplätze lagen zwischen großen Felsblöcken und hatten einen holzbefeuerten Wasserboiler sowie eine kleine Open-Air-Küche in Form von Arbeitsplatte und Waschbecken mit fließend Wasser. Toilette und Dusche sind ebenfalls in die natürlichen Felsblöcke integriert, lediglich ein Stromanschluß fehlte für längere Aufenthalte. Am nächsten Tag besuchte ich dann das Weltkulturerbe Twyfelfontein.

Namibia 2013 – Über den Grootberg Pass zur Palmwag Lodge

Nachdem die Fahrt von Outjo bis Kamanjab auf einer geteerten Straße verlief, folgten anschließend ca. 120 km auf einer Pad bis zur Palmwag Lodge. Die Strecke führte über den Grootbergpass, von dem man einen beeindruckenden Ausblick über die Palmwag Region hat. In der Hoffnung auf einen schönen Sonnenuntergang fuhr ich am Abend wieder auf den Pass, hatte jedoch mit dem diesigen Himmel nicht wirklich Glück. Auch am nächsten Morgen war es nicht so klar wie erhofft. Mit etwas Geduld konnte ich jedoch einige Impressionen einfangen.

Enkosi für die Müllentsorgung!

Enkosi, so sagt man bei den Xhosa in Südafrika um sich zu bedanken, berichtet Mathis in seinem Südafrika Blog auf tumblr. Einen Aspekt aus Mathis Berichten möchte ich ebenfalls hervorheben: Die Verschmutzung der Umwelt und der sorglose Umgang der Einheimischen mit Müll. Auf meiner Reise durch Namibia habe ich allerorts ähnliche Beobachtungen gemacht.

Eine der Haupt-Ursachen für das nicht vorhandene Umweltbewusstsein ist nach meiner Einschätzung die bloße Tatsache, dass sich in Namibia mangels langfristiger Erfahrungen mit „herumfliegenden“ Müll bisher überhaupt kein Problembewusstsein entwickeln konnte. Das Land ist mit einer annähernd 2,5-fachen Fläche bei 2,2 Millionen Bewohnern im Vergleich zu Deutschland quasi „unbesiedelt“. In den meisten Ortschaften bzw. Siedlungen existiert keine Müllentsorgung, abgesehen vom Südwester, der sämtliche Kleinteile in Richtung Botswana davontragen vermag.

Bisher dürften hierfür als mitentscheidende Faktoren wohl einerseits die rasante Entwicklung des alltäglichen Lebens als auch andererseits kulturelle Unterschiede sein. Die in Europa gebildeten Infrastrukturen sowie das dazu gehörende Konsum- und Verbraucherverhalten konnten sich über mehrere Jahrzehnte entwickeln. Die meisten Gebiete auf dem südafrikanischem Kontinent wurden hiervon in einem viel kürzeren Zeitraum überrollt. Aus kultureller Sicht kommt nach meinen Beobachtungen die einfache Tatsache hinzu, dass es getreu dem lebensfrohem Motto „Hakuna Matata“ halt einfach überhaupt keine Probleme gibt 😉

Mathis hat nun den Elan und die Chance das Müllproblem von Coffee Bay anzugehen. Ich hoffe, dass ihm diese vermutlich nicht einfache Aufgabe gelingt, und die Lösung dauerhaft bestehen bleibt!

Enkosi Mathis!

Kolmanskop · Ghost Town „Sperrgebiet“ im TV

Nach dem ich selber dort war gab es eine Woche später auf Arte TV eine Dokumentation über Kolmanskop (Afrikaans; historisch offiziell Kolmannskuppe oder Kolmanskuppe) sowie die Umgebung im dortigen Sperrgebiet.

Aktuell ist die Sendung in der Arte+7 Mediathek abrufbar: http://www.arte.tv/guide/de/044745-001/moderne-ruinen

Meine Eindrücke aus der Geisterstadt gibt es dann auch bald hier zu sehen, denn langsam aber sicher komme ich bei der Auslese voran. Eine kleine Vorschau meinerseits zu Kolmanskop:

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Namibia 2013 – Etosha NP

Der Etosha NP kann mit seinem Tierreichtum bezaubern, an den vielen natürlichen und teils auch künstlichen Wasserlöchern gibt es immer etwas zu sehen. Leider war der Himmel die meiste Zeit bewölkt, für die Fotografie also keine optimalen Bedingungen. Hinzu kommt der Umstand, dass man sich zwischen Sonnenunter- und -aufgang in den Camps aufhalten muss. Somit sind viele interessante Motive in den Nationalparks nicht schaffbar. Eine Erlaubnis außerhalb der Camps zu nächtigen und somit vor Sonnenaufgang bereits mit der Kamera in Position zu sein ist nach meinem Kenntnisstand nicht erhältlich. Tagsüber lohnt es sich leider auch nicht Tiere zu fotografieren, da sich der Boden bereits am Morgen oft so stark erwärmt, dass die Luft flimmert. Aufnahmen mit langen Brennweiten sind dann leider völlig sinnfrei, da diese aufgrund der Luftbewegungen unscharf werden.

Hakuna Matata

Akki

Namibia 2013

18 Tage, 4636 km, keine KFZ Panne (zum Glück), tausend Eindrücke & reichlich freundliche Menschen.

So lässt sich der Urlaub im Großen und Ganzen kurz zusammenfassen. Die Fahrt in den ersten Tagen zur Etosha Pan war leider kein Genuß. Das dabei von uns durchquerte Gebiet ist – zumindest nach der Dürrezeit im Winter – sehr öde. Trockene und meist blattlose Büsche beherschen mit kleinwüchsigen Bäumen in Kraut-und-Rüben-Manier die oft platte Landschaft.

Die Tierwelt im Etosha NP könnte daher nur leicht entschädigen, dazu in den nächsten Tagen mehr. Bis dahin

Hakuna Matata

Akki