Archiv der Kategorie: Lost Places

2013 – Einige Augenblicke zurück

Mein erster Gedanke ein fotografisches „Fazit“ 2013 umzusetzen war, dies anhand eine 12er Serie zu realisieren, eben je Monat ein ausgewähltes Bild. Da ich viele Eindrücke aus 2013 bereits zeitnah veröffentlicht habe, steht mir hierfür leider keine ausreichend Auswahl mehr zur Verfügung.

Es gibt jedoch noch unveröffentlichte Augenblicke aus 2013. Einige davon sind über Ostern entstanden. Dem lang anhaltenden Winter trotzend war wieder einmal der Wilde Osten das Ziel für urbane Erkundungen. Tagsüber plagten uns folglich steife Finger, relativ kurzlebige Laufzeiten der Kamera-Akkus und teils spiegelglatte Eisböden, da wir dort eine noch bitterere Kälte Ende März vorfanden.


Kolmanskop · Ghost Town „Sperrgebiet“ im TV

Nach dem ich selber dort war gab es eine Woche später auf Arte TV eine Dokumentation über Kolmanskop (Afrikaans; historisch offiziell Kolmannskuppe oder Kolmanskuppe) sowie die Umgebung im dortigen Sperrgebiet.

Aktuell ist die Sendung in der Arte+7 Mediathek abrufbar: http://www.arte.tv/guide/de/044745-001/moderne-ruinen

Meine Eindrücke aus der Geisterstadt gibt es dann auch bald hier zu sehen, denn langsam aber sicher komme ich bei der Auslese voran. Eine kleine Vorschau meinerseits zu Kolmanskop:

2013-10-25_kolman_grid

 

Ostern 2013 – Urbanes & Verlassenes

Am verlängerten Osterwochenende war ich mit Freunden vier Tage auf Fototour kreuz und quer durch den wilden Osten. Mehr als sieben größere und teils sehr unterschiedliche verlassene Orte und Einrichtungen brachten viele Eindrücke.

Einen kleinen Ausschnitt des Gesehenen gibt es vorab, mehr dann in den nächsten Wochen.

Abandoned Places – Interview mit Michael Kötter: Tschernobyl @ n1ls.de

Pripyat - Lenin Square © by Michael Kötter

Pripyat – Lenin Square © by Michael Kötter

Heute eine Empfehlung zu einem Interview über einen befreundeten Fotografen (Michael Kötter), dessen Traum es war einmal in die Zone der Katastrophe von Tschernobyl zu reisen. Michael hat sich diesen Traum im Mai 2012 erfüllt und war so begeistert besessen von Pripyat, dass er im Oktober 2012 direkt einen zweiten Besuch dort vornahm:

http://n1ls.de/2013/02/abandoned-places-interview-mit-michael-kotter-tschernobyl/

sunny lost landscapes

Die ehemals urbanen Gelände sind des Öfteren bereits wild renaturiert. Bei schönem Wetter eine feine Ergänzung zu den üblichen Motiven in Form verotteter Bauwerke, maroder Gerätschaften und vom Zahn der Zeit angenagter Anlagen.

Stillgelegte Bahnanlage V

Fragmente von „Helden der Arbeit“

Ob es sich bei dem Raum tatsächlich um den eines Meister oder Vorarbeiters handelte, kann ich natürlich nicht mit Sicherheit sagen. Die Fäustlinge lagen in einer Nische gegenüber dem Ofen des Heizhauses, so dass deren Einsatzzweck recht eindeutig ist.

Stillgelegte Bahnanlage

Seit Jahren nicht mehr in Betrieb und inzwischen größtenteils von den Betriebsanlagen befreit wirkten die meisten Gebäude auf mich, als ob ihnen ihre Seele entrissen wurde. Zwar kann man einige Dinge noch erahnen, wie beispielsweise die Gleisstränge oder die Einrichtung der Werkstätten, der Blick wandert jedoch meist über aufgebrochene Böden oder Maschinenhallen mit leergefegten Fundamenten.

Heim am Berg

Kleiner Ausflug mit Besuch eines „Beherbergungsbetriebes“. Ich habe keine näheren Informationen über die ehemalige Nutzung des Gebäudes, viele relativ schmale Zimmer mit Waschbecken, eine Küche im Keller, ein Speisesaal sowie der Charme der späten 1970er Jahre lassen vieles vermuten.

Update 21.01.2013: Inzwischen nach Recherche etwas schlauer, es handelte sich um ein Schwesternwohnheim.

Rahmen

Fenster. Ausblick und Anblick zugleich. Bei vielen verlassenen Plätzen in verwitterter Form vorzufinden, wandert der Blick zwischen Hintergrund und Rahmen, Rahmen und Ausblick. Linien, Konturen, Reflektionen und spröde Lackpartien ziehen den Blick des Auges wechselseitig an.

Verwunderlich und bewundernswert zugleich, dass mich diese alltäglichen „Teile“ immer wieder in Ihren augenblicklichen Bann ziehen.

Lost Place Art

In von Menschen aufgegebenen Örtlichkeiten zu stöbern bringt neben natürlichem Verfall oft auch interessante „Installationen“ zum Vorschein.

Die beiden Aufnahmen stammen aus einem Sanatorium für Lungenkrankheiten.