Archiv der Kategorie: Landschaften

Fluss im Harz

Ganz schön schwierig einen Fluss fotogen in Scene zu setzen. Entweder stimmt das Licht nicht, der Wind schüttelt das Blattwerk zu arg, die Belichtungszeit passt nicht zur Fließgeschwindigkeit des Gewässers oder man findet halt keine vernünftige Perspektive.

Da die Warme Bode an sich aber schon ein schönes Stück Natur ist, zeig ich mal ein paar Aufnahmen von Ihr her, auch wenn ich mit den Ergebnissen nicht so wirklich zufrieden bin.

Seebrücke Sellin und Jasmund

Vor knapp zwei Wochen mit dem Plan Mohnfelder zu finden in die Uckermark gefahren. Dort leider komplette Mohn-Leere, daher kurz entschlossen über Rheinsberg weiter nach Rügen um das gute Wetter an der Seebrücke in Sellin zur blauen Stunden zu nutzen. Sonnenaufgang dann am Ufer unterhalb des Königsstuhls (Nationalpark Jasmund).

Schön war’s!

Madeira – Levada Do Caldeirão Verde

Madeira · 04.03.2013

Nach der Fahrt über die Insel bis Santana unternahm ich am Nachmittag eine letzte Wanderung. Von Santana aus ging es zunächst auf einer schmalen Straße mit dem Auto hinauf bis Qeimadas, einem Ausgangspunkt für Wanderungen entlang der Levada Do Caldeirão Verde. Aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit konnte ich leider nicht bis zur namensgebenden Caldeirão Verde laufen. Die Eindrücke entlang der ersten Hälfte der Strecke waren – trotz eines einsetzenden Dauerregens – wieder einmal beeindruckend.

Madeira – Ponta Delgada, São Jorge und Santana

Madeira · 04.03.2013

So langsam aber sicher ging der einwöchige Madeiraurlaub dem Ende entgegen. An diesem Morgen waren die Wetterverhältnisse auf der Südseite nach den teils orkanartigen Winden am Vortag noch recht stürmisch. Bereits kurz nach dem Frühstück zogen dichte Wolken vom Atlantik aus Südwesten heran, so dass ich mich zu einem Ausflug auf die Nordseite der Insel entschloß.

Die Entscheidung war goldrichtig, auf der Nordseite begrüßte mich Sonnenschein, der Wind hielt sich in Grenzen und die Wolken drängelten sich somit recht selten vor die Sonne. Die Fahrt entlang der Nordküste verlief etwas abenteuerlich. Aufgrund des Unwetters der Vortage lagen viele Steinschläge auf den schmalen und kurvigen Bergstraßen, oft „nur“ von Faust- bis Fußballumfang, vereinzelt jedoch auch in Kleinwagengröße.

Unterwegs an der ER101 kam ich mit einem Straßenhändler ins Gespräch, der von den bei São Jorge ansässigen Bauern Obst verkauft. Zunächst reagierte ich noch zurückhaltend auf seine Angebote, da meine Rückflug am Folgetag anstand und ich folglich keine größeren Obstvorräte kaufen wollte. Nach einigen Probierstücken eines Zimtapfels (Annona) sowie diverser Maracujas entschied ich mich drei verschiedene Maracuja-Sorten zu kaufen. Die Früchte von dort sind kein Vergleich zu dem, was man aus deutschen Supermärkten her kennt. Große Früchte, voller saftigem Fruchtfleisch und vor allem an der Pflanze gereift und nicht im Bauch eines Containerschiffs. Wirklich sehr lecker! Wer dort in der Gegend ist: Der Händler steht wohl regelmäßig an einer kleinen Aussichtsplattform in der Nähe der Cabanas de S. Jorge Village Conjunto Turístico (ca. bei den Koordinaten 32.826406,-16.938849). Es gibt auch fast in jedem Ort einen Händler, der lokales Obst verkauft. Die Ware in den Supermärkten kann ich hingegen nicht empfehlen, die war geschmacklich teils schlimmer als die Südfrüchte, die es bei uns im gibt.

Madeira – Sturm und Sonne

Ein stürmischer Sonntag

Am späten Nachmittag verließ ich Funchal wieder in westlicher Richtung. Bereits bei der Autofahrt machten sich die teils sehr heftigen Sturmböen und Regenschauer eindrucksvoll bemerkbar, denn  an mancher Tunnelausfahrt auf der Via Rapida hatte ich kurzeitig das Gefühl mit knapp 80 km/h in eine Waschstraße zu rasen. In der Hoffnung, dass auf Regen Sonne folgt, steuerte ich Ponta do Sol an. Dort soll auf Madeira der beste Punkt zur Beobachtung von Sonnenuntergängen sein, allerdings herschte in Ponta do Sol ein derartig kräftiger und böiger Wind, dass einem die Gischt vom Meer nur so um die Ohren flog. An fotografieren war somit nicht ernsthaft zu denken.

Fast in Calheta angekommen war das Wetter wieder etwas freundlicher. Kurz entschlossen fuhr ich zum „Centro Das Artes Casa Das Mudas“, einem relativ renomierten Museum auf Madeira. Von den terassenartig angelegten Außenanlagen des Museums hat man einen schönen Ausblick hinab auf Calheta und auf den atlantischen Ozean.

Sämtliche Aufnahmen, wie alles an diesem Tag, mit der 50 mm Festbrennweite.

Madeira – Von Sao Vicente bis Jardin Do Mar

Madeira · 02.03.2013

Nach der Wanderung am Encumeada Pass folgte ein kurzer Abstecher hinab an die Nordküste nach Sao Vicente. Ich war dort schon am Vortag, allerdings bei einem nicht enden wollenden Platzregen. Ziel war vor allem die Kirche, Innenaufnahmen stelle ich in noch einer speziellen Serie zusammen. Bei insgesamt sehr schönem Wetter ging es zurück auf die Südseite der Insel. Über Ponta do Sol führte mich mein Weg zur blauen Stunde nach Jardim Do Mar. Von dort hatte ich einen sehr schönen Ausblick am Abend auf das westlich liegende Paúl do Mar.

Madeira – Levada Do Norte und Levada Das Rabacas

Madeira · 02.03.2013

Auf fast 1.000 m kreuzt in ost-westlicher Richtung die Levada Do Norte die Strasse am Encumeada Pass. In westlicher Richtung geht zusätzlich der Track PR 1.3 ab, welcher am Pico Da Encumeada und Pico Do Jorge vorbei stetig bergan bis zum Pico Ruivo auf über 1800 m verläuft.

Aufgrund des unbeständigen Wetters und hochalpinen Charakters des über 18 km langen Tracks entschloß ich mich für die leichtere Levada-Wanderung in östliche Richtung. Nach ca. 1,1 km Strecke ging es durch ein ca. 550 m langer Tunnel quasi auf die grünere Nordseite des Höhenzuges. Dem Weg folgte ich bis an einen Wasserfall kurz vor einem weiteren Tunnel der Levada Do Norte unterhalb des Pináculo. Von dort aus ging es zurück durch den Anfangs durchquerten Tunnel auf die sonnige Südseite, an dessen Eingang die Levada Das Rabacas sich mit der Levada Do Norte vereint.

Madeira – Zum Pass von Encumeada

Madeira · 02.03.2013

Für die Wanderung am Samstag vom Encumeada-Pass entlang der Levada do Norte stand zunächst die Anfahrt bei Sonnenschein an. Wie üblich führte mich die Route mit dem Wagen erst an der Küste entlang um dann wieder steil bergauf der Inselmitte entgegen zu streben.

Madeira – Ponta do Pargo

Madeira · 01.03.2013

Bei Regen mit teils starken Schauern per Mietwagen entlang der Küste im wilden Westen Madeiras. Zuerst ein Abstecher an die Steilküste bei Ponta do Pargo mit einem kurzen Spaziergang zum dortigen Leuchtturm (Farol). Man kann auch direkt mit dem Auto bis direkt vor den Leuchtturm fahren, schöner ist es aber sich im Ort bei der Anfahrt etwas weiter westlich zu halten (Miradouro de Fio / Casa de Cha do Fio) und einen kurzen Spaziergang mit interssanten Ausblicken bis zum Leuchtturm zu genießen (knapp 800 m bei 70 m Höhenunterschied). Anschließend empfiehlt sich die Einkehr in das Casa de Cha do Fio, welches nicht nur ein einfaches Tee-Haus ist. Die Betreiberinnen bieten frischen Fisch, kurzgebratenes Rind sowie hausgemachte Kuchen an. Auch die frischen Kräutertees sind zu empfehlen (bspw. mit frischem Fenchel, Lorbeer und Limettenschale zur Beruhigung des Hals).

Madeira – Der Risco Wasserfall und Bica da Cana

Madeira · 28.02.2013

Bereits am Tag meiner Ankunft auf Madeira wollte ich die mit zwei Stunden recht kurze Tour zum Risiko-Wasserfall (Cascata do Risco) gehen. Allerdings gab ich diese Idee am Nachmittag des 26. Februar auf, da dicke Wolken im Forst um Rabaçal hingen.

Am Vormittag des 28. Februars hatte ich denn mehr Glück mit dem Wetter. Der Himmel war zwar bedeckt, aber die Wolken hingen nicht so tief. Woher der Name des Wasserfalls kommt, kann ich nicht genau sagen. Allerdings vermute ich, dass er mit der darunter verlaufenden Levada in Zusammenhang steht. Bei der Instandhaltung dürfte es ein ordentliches Risiko sein unter dem gut 100 m tiefen Wasserfall zu arbeiten. Unterwegs und dort angekommen bestaunten mehrere Singvögel (ich meine alle aus der Familie der Sperlinge) meine mitgebrachte Brotzeit. Anschließend unternahm ich noch den Versuch zum Zuckerhut von Madeira zu wandern (Pináculo bei Bica da Cana). Allerdings zogen über den Ostrand der Paúl da Serra wieder Wolken herein, weshalb ich diese Tour nicht ging.

Madeira – Von Pául do Mar zurück nach Prazeres

Madeira · 27.02.2013

In Paúl do Mar angekommen bieten in der Nähe des Hafens mehrere Bars die Möglichkeit einer Einkehr an. Am Tresen entdeckte ich die in Portugal fast überall erhältlichen und extrem leckeren Pasteis de Nata, von denen ich eins zum Bica (Espresso) genoss. Anschließend ging es nach kurzem Schlendern in den Gassen von Paúl do Mar in der sengenden Mittagssonne steil bergauf nach Fajã Da Ovelha (490 m.ü.n.N).

Von dort aus weiter hinauf zur Levada Nova, womit der höchste Punkt der Tour mit ca. 650 m erreicht war. Zurück nach Prazeres folgt der Weg entlang der Levada Nova, die durch relativ ebenes Terrain und viele kleine Siedlungen führt. Die Strecke entlang der Levada Nova ist landschaflich nicht besonders beeindruckend, dafür bekommt man aber mit etwas Glück einige Eindrücke in das Leben der auf der Strecke liegenden kleinen Siedlungen.

Madeira – Von Prazeres hinab nach Pául do Mar

Madeira · 27.02.2013

Die Tour aus dem Rother – Wanderführer schlägt als Startpunkt das am südlichen Dorfrand gelegene Hotel Jardim do Mar vor. Allerdings entschloss ich mich etwas oberhalb davon in der Nähe der Kirche zu parken. Die Wanderung von Prazeres begann somit mit einem Gesamtabstieg von 600 Höhenmetern auf einer Strecke von ca. 3,5 km um nach Pául Do Mar zu gelangen. Der Abstieg und die Visite in Pául Do Mar stellen den ersten Teil einer Rundwanderung dar. Den zweiten Teil von Pául Do Mar hinauf nach Fajã Da Ovelha und zurück nach Prazeres entlang der Levada Nova gibt es dann innerhalb der nächsten Tage.

Madeira V

Für Samstags war die Wetterprognose freundlich und sonnig, früh morgens also spontan zum Encumeada-Pass auf knapp über 1.000 m. Von dort aus standen zwei Touren zur Auswahl. Entweder fordernd auf den Pico Ruivo (1.861 m) oder erholsam entlang der Levada do Norte. Aufgrund der von Norden hereinziehenden Wolken in Kombination mit teils böigen Winden siegte die Vernunft über die Gipfeljagd. Spannend war es trotzdem, da auf der Strecke meine erste Durchquerung eines Levada Tunnels anstand.


Der Tunnel ist laut Wanderführer ca. 600 m lang, es ist also nicht der Duchbruch auf dem dritten Bild dieses Beitrags. Da es in den Tunneln recht eng und einfach nur stockduster ist, hab ich auf eine Abbildung verzichtet. Außer Taschenlampengefuchtel gibt es dort halt nichts zu sehen.

Madeira II

Zum Einwandern eine fordernde Küstenrunde, da es zunächst von knapp 600 m.ü.n.N. bis zum atlantischen Ozean hinab ging um dann nach einer kurzen Rast in Paúl do Mar die Steilküste wieder auf ca. 400 m ü.n.N. zu ersteigen.